Landschaft - Umwelt - Natur

Flora - Fauna - Habitate

Das Büro VisualÖkologie bearbeitet Planungen zum Schutz von Landschaft, Umwelt, Natur und Arten. Hierzu gehören

  • Planungsbeiträge zu Planfeststellung und Bauleitplanung,
  • Untersuchungen zu Flora und Fauna,
  • die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung sowie
  • Pflege- und Entwicklungspläne.
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Aktueller Stand:
auf dem Schreibtisch: Reste von 2019
fertig: siehe die inzwischen etwas angestaubte Referenzliste

19.08.2019: Parallelwelten

Zwei Einträge auf dieser Seite in einem Jahr, da muss was passiert sein. Eigentlich ist nichts passiert, was nicht die letzten Jahrzehnte immer schon so war: Es wird wärmer und wärmer. Kipppunkte, die im Pariser Klimaabkommen formuliert wurden, kippen allerdings nicht erst wie prognostiziert 2080, sondern schon 2019, und das Jahr 2019 ist vor allem in Norddeutschland mindestens so trocken wie 2018, mit verheerenden Auswirkungen auf den Waldbestand.

Jetzt könnte man meinen, dass es auch dem Letzten bewusst wird, um was es hier geht: um nichts weniger als eine existenzielle Bedrohung. Aber es ist gar nicht so einfach auszumachen, für wen das jetzt gilt: Für die Waldbesitzer, für die Landwirtschaft? Für Daimler und VW, weil plötzlich die Chinesen technologisch bessere Autos bauen? Für den Grillmeister, weil er das Schnitzel nicht mehr für Euro 3,95 das Kilo bekommt? Für die Generation Easy-Jet, weil sie nicht mehr übers Wochenende nach Singapur zum Shoppen fliegen kann?

Oder für unsere Kinder im Allgemeinen, oder für uns selbst im Speziellen?

Und dann der Wald im Nationalpark Harz: Tot soweit das Auge reicht. Ok, das sind alles Fichten, und es ist das erklärte Ziel des Nationalparks, nicht einzugreifen, wenn der Borkenkäfer wütet und auf Naturverjüngung zu setzen. Wunderbare Idee, nur leider wachsen immer nur wieder Fichten nach, die dann - kaum ein Bäumchen - schon wieder absterben. Und am Rande des Parks vertrocknen Buchen und Fichten Hand in Hand.

Und dazwischen lustig wandernde Wandergruppen, röhrende Biker und überfüllte Parkplätze. Ja, man kann sich auch in der Apokalypse prächtig amüsieren. Und in der rundum bespaßten Partymeile Braunlage ist das sowieso völlig egal. Was interessiert mich der Wald, wenn ich besoffen auf den Tischen tanzen kann. Narhallamarsch!

Seltsam, wenn man erwartet, es würde jetzt zu einer radikalen Wende kommen, man würde die Millionen und Milliarden, die für (die bald nutzlosen) Straßen vorgesehen sind, für den Ausbau von Schienenwegen, ÖPNV, Radwege verwenden, die geforderten 2% Rüstungsausgaben für den Ausbau erneuerbaren Energien, für den Ausbau von Speichertechnologien, für Waldaufforstungen, oder auch nur für die Vorbereitung dessen, was uns in den nächsten Jahrzehnten bevorsteht.

Seltsam, wenn man in solchen Zeiten gesagt bekommt: Aber das Artenschutzformular ist nicht richtig ausgefüllt. Seltsam, wenn man selbst so tut, als wäre das noch von Belang.

09.03.2019: Aufgewärmt

2018 ist vorbei. Das wärmste, trockenste Jahr seit Menschengedenken, ohne Aussicht, dass der Klimawandel, wie er euphemistisch genannt wird, von irgendjemandem oder irgendeiner Institution gestoppt werden könnte. Es wäre schön, wenn ich einmal mit meinen Negativprognosen falsch liegen würde. Aber was sich schon seit Jahrzehnten abzeichnet und nun seine umfassenden Auswirkungen zeigt, ist wohl schon zu weit fortgeschritten, als dass es noch beherrschbar ist.

Im Gegenzug gestalten wir unser Leben immer komplexer, Planungen als Ausdruck auch dieser Komplexität werden in einer Art und Weise verkompliziert, dass weder der überplante Bürger, noch der Planer selbst auch nur annähernd das als Standardisierung daherkommende Richtliniendickicht durchschauen kann. Und das Tragische an der Sache ist: Keiner einzigen Tierart ist damit geholfen.

Beton bleibt Beton, auch wenn er artenschutzrechtlich kompensiert und nach allen Regeln der behördlichen Formularkunst ausdiskutiert wurde. Und mir wird zunehmend Angst und bange hinsichtlich der atemberaubenden Geschwindigkeit, mit der sich Straßen, Wohn- und Gewerbegebiete durch unserer Landschaft fressen. Doch solange das Formular ausgefüllt ist, solange die Richtlinie erfüllt ist, wird genehmigt, als gäbe es kein Morgen mehr.

Ein winzig kleiner Beitrag zum Weltklima gibt es aber auch dieses Jahr zu untersuchen: eine zusätzliche Anlage in einem schon bestehenden Windpark. Wieder ein Tropfen auf den heißen Stein. Dabei wäre ein Tsunami an Maßnahmen von Nöten, um das Klima zu retten. Werden die Schülerproteste einen solchen Tsunami lostreten? Verniedlicht und als Schulschwänzen abgetan, habe ich da meine erheblichen Zweifel.

...Bemerkungen aus den Vorjahren

Aus gegebenem Anlass bitte ich alle Besucher von dieser Seite Kenntnis zu nehmen.

Immer wieder erreichen mich schön und teuer aufgemachte Bewerbungen. Tun Sie das nicht! Ich schicke die Unterlagen NICHT zurück! Schreiben Sie mir stattdessen eine E-Mail, kostet nichts und ich kann direkt darauf antworten.

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich: Büro VisualÖkologie, Landschaft - Umwelt - Natur, Hans-Georg Widmann, Richard-Hirschmann-Str. 31, 73728 Esslingen, U-Steuer ID DE145274717

Tel.: Null-sieben-elf-neun-einunddreißig-neunundfünfzig-dreizehn

Da meine Büro-E-Mail-Adressen - kaum sind sie irgendwo online - bespamt werden, kommt die Beschreibung in Prosa: man nehme die URL und setze statt "www" einfach "buero ÄT" davor.