Landschaft - Umwelt - Natur

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Landschaft Pflege/Entwicklung Natur Gewässer

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Eingriffsplanungen:
UVS - LBP - GOP - Umweltbericht
Pflege- und Entwicklungspläne für die Straßenbauverwaltung Sonderkartierungen: Fledermäuse, Säuger, Vögel, Amphibien u.v.a Pflege und Entwicklung von Still- und Fließgewässern.



Das Büro VisualÖkologie bearbeitet Planungen zum Schutz von Landschaft, Umwelt und Natur. Hierzu gehören Umweltverträglichkeitsstudien und Umweltberichte für UVP-pflichtige Vorhaben, Grünordnungspläne, Landschaftspflegerische Begleitpläne, Pflegepläne sowie Sonderuntersuchungen zu Flora und Fauna, zum Beispiel die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung.

Aktueller Stand:

PREMIERE: Gehölzpflege an der A 81 und der A 6.
Freiland: gerade nichts! höchstens Kleinkram wie z. B. Lerchenfenster suchen!
erweiterte Warteschlange: A7 Agnesburgtunnel, L 514 Eubigheim, L 1051 Neufels, Artenschutz zum FNP Oberkochen
engere Warteschlange: Drillberg, Eschach-Kirchbergweg
in Arbeit: SaP zum LAP B 19 Südumgehung Bad Mergentheim, A 8 Vaihingen Leonberg, Kontrolle Gehölzpflege.
And Now for Something Completely Different: die ökologische Baubetreuung zur B 19 Gaisbach und zur Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd
vorläufig fertig: Querungshilfen, SaP Tongrube Trost in Essingen, SaP K 3263 Laubach-Neubronn, Deponie Dillingen, SaP Gaildorf-Münster (schon wieder fürs neue Jahr vorgemerkt)
fix und fertig: siehe Projektliste

EIN PAAR ANMERKUNGEN

14.01.2010: Das neue Jahr startet mit gerade atemberaubender Geschwindigkeit. Die Vorplanungen zu den Querungshilfen sind auf dem Weg! Das ist schon einmal eine Erwähnung wert. Das Konjunkturpaket II hat auch für den Naturschutz einige Euro übrig. Die UNBs lieferten viele gute Ideen zur Wiedervernetzung von Lebensräumen. Und das Referat Strassenplanung beim RP Stuttgart hat sich selbst übertroffen: Vorplanungen und Ausführungsplanungen für sechs Streckenabschnitte und Bauwerke in 4 Monaten! Das ist rekordverdächtig. Jetzt darf man gespannt sein, welche von den beim Innenministerium eingereichten Vorschlägen tatsächlich finanziert werden. Für Nordwürttemberg sind vier Amphibienschutzanlagen, eine Grünbrücke und eine Überflughilfe im Rennen. Jetzt ist Daumendrücken angesagt.

Ein Wermutstropfen: Eine Grünbrücke bei Herrenberg schied aus, obwohl sie für den Wildwechsel vom Schönbuch zum Schwarzwald von essentieller Bedeutung gewesen wäre. Grund: Die Siedlungen sind so weit zusammengewachsen, dass ein funktionierender Biotopverbund nicht mehr möglich erscheint. Eine bittere Erkenntnis.

zum Foto: kaum 50m von hier entfernt durchschneidet die A 7 bei Heidenheim einen grossflächigen Waldbestand und damit einen potenziellen Wildwanderweg von der Schwäbischen Alb bis hinein ins bayerische Donauries. Mit einer Grünbrücke wird die Wald-zu-Wald-Verbindung wieder hergestellt, Wolf und Biber haben freie Bahn.
2. Advent 2009: Nur noch diese eine Bemerkung, für dieses Jahr.
Ich erlaube mir ja immer, zum Jahresende ein kleines Resümee zu ziehen. Mach ich jetzt nicht. Gute-Laune-Statements gibt es auf dieser Seite genug.

Der Artenschutz läuft ja prima, noch nie wurden so viele Nistkästen aufgehängt. Gut, zugegeben, der Flächenschutz wird nach und nach ausgehebelt, ab März kann man sich sogar freikaufen, ein Ablasshandel der modernen Art. Angesichts dessen, was uns in den nächsten Jahren bevorstehen könnte, ist dieser kleine Fauxpas nicht einmal mehr ein Achselzucken wert.

Fragen wir dazu einen Experten: „Hallo, Kohlendioxid, Entschuldigung, darf ich Sie mal kurz bei der Erderwärmung stören. Was halten Sie vom Klimagipfel?“ Statt einer Antwort wird die sibirische Taiga eine übel riechende mit Schwefelwasserstoff angereicherte Wolke Methan von sich geben. Das war jetzt aber nicht sehr höflich.

Während wir uns wissenschaftlich und rechtlich fundiert darin ergehen, ob nun eine Beeinträchtigung von 3/8 Lerchenrevieren den Verbotstatbestand der Zerstörung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten erfüllt, läuft uns die Zeit davon.

Wir drehen an winzigen Schräubchen und tun so, als ob wir die globalen Stellschrauben betätigen würden. Wir postulieren eine 2°-Grenze, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben, ob diese Grenze irgendeine Relevanz hat. Welche Rolle spielte wohl der Mensch bei Beginn oder Ende der Eis- und Warmzeiten? DAS waren richtige Klimakatastrophen! Gletscher in Esslingen. Ganzjährig Ski und Rodeln gut! Das muss man erst einmal hinbekommen!

Da hilft nur noch beten - zur Weihnachtszeit im übrigen gar keine so schlechte Idee.

30.11.2009: Sie fühlen sich erschöpft, ausgebrannt, antriebslos. Die schönsten Eisenbahnstrecken der Welt und das Muster ihrer Raufasertapete kennen Sie schon auswendig. Dann habe ich jetzt etwas Neues für Sie:

Abonnieren Sie Böschungs-TV

der einzige Sender, der nur Autobahnböschungen zeigt. Eine Gehölz-Ödnis bis zu Horizont, nichts was Sie von Ihrer Depression ablenken könnte. Rufen Sie noch heute an, denn es könnte ihre letzte Chance auf Langeweile sein.
Denn schon in diesem Winter werden diese Gehölzwüsten aufgelockert, strukturiert, auf den Stock gesetzt und so naturnah verjüngt werden.
Und das Beste: wenn Sie jetzt sofort anrufen und der Chef einer Autobahnmeisterei sind, bekommen Sie den O-Ton der Video-Live-Pflege-Kurzanleitung, eine Baubeschreibung, einen Pflegeplan und eine Ausschreibung kostenlos dazu, naja - fast kostenlos.

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irgendwann im Oktober 2009:
Skandal! Schwarz-gelbe Gefahr! Tödliche Bedrohung für Grün!

Dass Schwarz, Gelb und Grün nicht zusammenpassen, das ahnte ohnhin jeder. Welche dramatische Folgen jedoch ein direktes Zusammentreffen hat, konnte ich auf einer vermeintlich völlig idyllischen Feuchtwiese beobachten. Zuerst legten die schwarz-gelben Zebraspinnen hinterhältig ihr fein gesponnenes Netz aus, darin fingen sie die ahnungslosen grünen Grashüpfer, wickelten sie ein, betäubten sie und saugten diese nun hilflosen Geschöpfe aus.
Ich wusste es schon immer: Die Welt ist schlecht! Mord und Totschlag - wohin man auch schaut.

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28.09.2009: Die Hühner von Stuppach

Bei meiner Suche nach Ausgleichsflächen sah ich rein zufällig gerade noch einen Bürzel in eine Hecke verschwinden. Nach einiger Zeit der Beobachtung kam Bewegung in die Hecke, und daraus entstand dieses Filmchen als klassischer Vierakter:

  • Geheimnisvolles Rascheln...
  • Die Luft ist rein! Mittagessen, Kinder!
  • Keiner rührt sich! Ein Biologe beobachtet uns!
  • Gehn wir wieder. Papa macht den Abschluss!

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07.08.2009: Der letzte Kampf der Kiebitze. Sie haben ziemlich lang durchgehalten, haben ihr Nest und ihr Gelege verteidigt. Als einzelnes Brutpaar konnten sie sich am Ende doch nicht den Angriffen dieser Krähen erwehren. Wenige Tage nach diesen Aufnahmen waren sie verschwunden: das wahrscheinlich letzte Kiebitzpaar auf der Ostalb.

Daimlerstadt S-dorf! Schillerstadt M-bach! Kiebitzstadt G-dorf? Unter dem Ortsschild von M-heim: Partnerstadt der Schlingnatter und anerkannter Luftkurort?

Käme sowas als Lachnummer aufbereitet morgen in der „Zeitung mit den großen Buchstaben“, und nächste Woche in den Tagesthemen natürlich vor dem Wetter („Danke Tom Burow, ja auch morgen hat die Schlingnatter aus M-heim wieder hervorragendes Wetter“)?

Immerhin: Der Kiebitz hat keine Gewebesteuer zurückgefordert, obwohl das Brutgeschäft dieses Jahr ganz schlecht lief.

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16.06.2049: Nachdem seit der Einführung des Clusterverkehrs, also des Zusammenschlusses von Fahrzeugen mit gleichem Ziel per ComputerClubChauffeur (CCC), vor 10 Jahren der Neubau von Straßen mit der Fertigstellung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Vorder- und Hinterbüchelberg (damals Ostabkreis) zum Erliegen kam, gab das RP Süd bekannt, dass als erste Aufgabe der neu gegründeten Straßenrückbauverwaltung die Renaturierung der 16-streifigen A 8 zwischen Vaihingen und Leonberg auf den Zustand von 2009 ansteht. Durch die unaufhaltsam wachsende Verkehrsflut wurde damals die Erweiterung auf zuerst 8, 2020 auf 16 Streifen erforderlich. Der letzte noch aktiv tätige Biologe aus der damaligen Zeit, Herr Widmann (91), wurde aufgefordert, einen Vorschlag für die Folgenutzung der Fahrbahn auszuarbeiten. Er konnte mittels historischer Aufnahmen belegen, dass der Urzustand ein „Pfauneidepfsenbiotop auf Pfodderrafen“ war. Nachdem Herr Widmann fein Gebiff - pardon - sein Gebiss wiedergefunden hatte, begann er sofort mit der Planung (bitte beachten Sie den Disclaimer!).

Disclaimer: Achtung! Dieser Text kann satirische Elemente enthalten, ein Bezug auf real existierende Personen, Projekte und Behörden ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

24.05.2009: LETZTE BESTELLUNGEN BITTE! Jeder nimmt noch ein paar Wohn- und Gewerbegebiete, ein paar Umgehungsstraßen, ein paar Hochwasserrückhaltebecken mit nach Hause. Dann hat man noch ein Weilchen Vorrat, auch wenn jetzt bei der öffentlichen Hand erst einmal die Lichter ausgehen und uns ein langer kalter Winter bevorsteht. Nach der Internetblase, der Finanzmarktblase, platzt jetzt garantiert die Auftragsblase! Oder auch nicht! Wer weiß.

Irgendwie versuche ich eben krampfhaft, diesen völlig abnormalen Auftragseingang zu erklären. An mir kann’s ja nicht liegen. Denk ich mal.

Doch auch die Tierwelt hats in diesen Tagen nicht einfach. Schon dieses Eichhörnchen stellt sich Fragen über Fragen: Wer bin ich? Was tut dieser Biologe da? Sieht er mich etwa? Niemals! Oder doch? Was tu ich hier eigentlich? Nichts wie weg!

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16.03.2009: Zitat aus der heutigen Presseerklärung des RP Stuttgart: „Gegen den Planfeststellungsbeschluss der Landesstraße 1151 zwischen Schorndorf-Schlichten und Schorndorf sind innerhalb der Frist keine Klagen beim Verwaltungsgericht Stuttgart eingegangen“.

Wäre noch hinzuzufügen, dass es einige hundert Meter Amphibienschutzanlage für die Gelbbauchunken und andere Amphibienarten gibt, Fichtenwald zu Buchen- und Schluchtwald umgewandelt wird und einem zukünftigen sich selbst zu überlassenden Uralt-Buchenbestand die letzten störenden Fichten ausgezogen werden. Gerade diese letzte Maßnahme hat etwas sehr Romantisch-archaisches, was so gar nicht zum ansonsten umtriebigen Planungsgeschäft passt. Da rotten still und leise die gefallenen Baumriesen vor sich hin, diejenigen, die noch stehen, sind ein Eldorado für Fledermäuse und auf den kleinen Lichtungen macht sich schon der Jungwuchs breit. Man könnte dabei auf den Gedanken kommen, dass es die ältesten dieser Bäume schon zu Zeiten gegeben hat, da die Kutschen des Herzogs von Württemberg auf dem nahen Kaisersträßle dahinrumpelten und wahrscheinlich wird es diesen Buchenurwald noch geben, wenn die automobile Gesellschaft schon längst zu einer unbedeutenden Episode der Erdgeschichte geworden ist. Allerdings muss ich zugeben, dass auf dem Kaisersträßle nie eine blaublütige Kutsche gefahren ist und auch ein Ende des Autos ist nicht abzusehen. Schöner Traum, raue Wirklichkeit.

Wer hat dich du schöner Wald...

23.02.2009: Die ökologische Baubetreuung muss sich um viele Dinge kümmern: dass die Baufirma weiß, dass immer ein Ansprechpartner für alle ökologischen Fragen zur Verfügung steht, dass nicht mehr Fläche in Anspruch genommen wird, als vorgesehen, dass Tiere auch während der Bauzeit nicht zu Schaden kommen, dass die Schutzzäune richtig stehen u.s.w.. Insbesondere ist Sorge zu tragen, dass vor der Baufeldräumung auch wirklich alle Baumhöhlen unbewohnt sind. Bei kleinen Apfelbäumen tut es schon eine Leiter, bei großen Birnbäumen muss man schon schweres Gerät auffahren. Herr Hasenfuß hat mich mit seinem Hubsteiger in für mich ziemlich schwindelerregende Höhen und wieder sicher zurück zum Boden gebracht. Höhlen wurden mit dem Videoendoskop erforscht – ohne dabei winterschlafende Tiere anzutreffen. Spannend war es allemal - auch ohne Jagderfolg.

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02.02.2009: Da fragt sich der kleine, unwissende Biologe: Wenn eine Regierung schon das Umweltgesetzbuch nicht hinkriegt, wie will sie dann eine weltweite Finanzkrise managen. Ich denke, sie mimen nur den Manager, und wir dummen Wähler glauben es eben. Was bleibt uns auch schon anderes übrig.
Vielleicht hat das Scheitern des Umweltgesetzbuches auch was Gutes. Wenn Deutschlands offizielle und anerkannte Schwarzseher wie „die Wirtschaft“ sich enttäuscht zeigt und der NABU von einem „schwarzen Tag für das Umweltrecht“ spricht, dann ist ja noch berechtigte Hoffnung angesagt. Viel Neues hätte es ja ohne nicht gebracht. Man hätte wieder die Leidensfähigkeit des EU-Rechts ausgetestet, wäre wieder zurückgepfiffen worden, hätte verschlimmbessert, Kompetenzen auf die Länder verlagert, das ganz Repertoire der Politik, nach dem allumfassenden Motto: Ich bin’s nicht gewesen.
Immerhin soll „Wasser“ und „Natur“ als Teilgesetz noch vor 2010 verabschiedet werden. Daher warten wir es ab: Baden-Württemberg hatte schon ein Bodenschutzgesetz, da war der Bund noch weit entfernt von einer Regelung. Und so verbesserungsfähig dieser § 32 des Naturschutzgesetzes in Baden-Württemberg auch ist (er regelt den Schutz von kleinen Biotopstrukturen), so ist er doch beispielhaft in Deutschland. Pfeifen im Wald oder echter Optimismus? Ich hab seit 22 Jahren Vollbeschäftigung. Was will ich mehr!

All-Time-Favourites-Links: Die Projektliste und die Büroausstattung.

weitere Hinweise aus früheren Jahren

Aus gegebenem Anlass bitte ich alle Besucher von dieser Seite Kenntnis zu nehmen.

Immer wieder erreichen mich schön und teuer aufgemachte Bewerbungen. Tun Sie das nicht! Ich schicke die Unterlagen NICHT zurück! Schreiben Sie mir stattdessen eine E-Mail, kostet nichts und ich kann direkt darauf antworten.

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Impressum

Für den Inhalt verantwortlich: Büro VisualÖkologie, Landschaft - Umwelt - Natur, Hans-Georg Widmann, Richard-Hirschmann-Str. 31, 73728 Esslingen, U-Steuer ID DE145274717

Tel.: Null-sieben-elf-neun-einunddreißig-neunundfünfzig-dreizehn oder einfacher 0700-widmann-1.

Da meine Büro-E-Mail-Adressen - kaum sind sie irgendwo online - bespamt werden, kommt die Beschreibung in Prosa: man nehme die URL und setze statt "www" einfach "buero ÄT" davor - fertig.

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